Das Schützenjahr 2009

Februar

Da die Nachbarbruderschaft aus Dürboslar am gleichen Abend wie wir ihre Jahreshauptversammlung abhielt und man mit Pfarrer Maqua den gleichen Präses hat, entschied man sich im Vorfeld die heilige Messe in der Pfarrkirche St. Ursula zu besuchen. Leider fanden nur ein Teil der Offiziere sowie einige Schützenfrauen den Weg dorthin. Brudermeister Norbert Pinell eröffnete die aus zwölf Tagesordnungspunkten bestehende Jahreshauptversammlung um 20:10 Uhr, die von insgesamt 61 Mitgliedern und Fördermitgliedern besucht wurde.

Unter Tagesordnungspunkt zwei gedachte man aller verstorbenen Mitglieder. Hier erinnerte Norbert Pinell besonders an den kürzlich verstorbenen Offizier Willi Trostorf, der in diesem Jahr auf 50 Jahre Mitgliedschaft hätte zurückblicken können. Auf das Vorlesen der Chronik wurde verzichtet. Diese war in Schriftform ausgelegt und so jedermann zugänglich gemacht worden, sodass man das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2008 und die Kassenberichte zu den einzelnen Kassen wie Hauptkasse und "Haus Pattern" anhörte, die von der Versammlung anstandslos genehmigt wurden. Auch berichtete Schießmeister Hans Rennett über die Entwicklung der Schießkasse. Die Kassenprüfer hatten nichts zu bemängeln und so konnte man sich getrost dem neuen Schützenjahr zuwenden. Hier wurde zunächst die Mitgliederbewegung erörtert, wo man fünf scheidende und zwölf neue Mitglieder zu verzeichnen hatte.

An diesem Abend wurde auch die 2. Vorstandsgarnitur neu gewählt. Alle alten Vorstandmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt und man konnte feststellen, dass alles auf Kontinuität ausgerichtet war.Neu gewählt werden musste für den nach 12 Jahren Jungschützenführerschaft zurückgetretenen Walter Fiedler ein neuer Jungschützenführer. Da die Jugnschützen sich bereits auf Sven Erkens geeinigt hatte, brauchte die Versammlung diesen nur noch zu bestätigen.

Unter dem Bericht der Schießsportabteilung, vorgetragen von Schießmeister Hans Rennett, wurden die Aktivitäten der einzelnen Mannschaften und ihre Erfolge aufgezeigt. Anschließend wurden die Vereinsmeister geehrt.

Ergebnis der Vereinsmeisterschaften 2009
KlassePlatzNameRinge
Jugend weiblich,
freihand
1. Tanja Joschinski 98
Jugend männlich,
freihand
1. Stephan Kickartz 126
2. Daniel Johnen 107
3. Benedikt Lenzen 105
Damen Altersklasse,
freihand
1. Birgit Pörner 114
Schützen,
freihand
1. Sascha Kück 124
2. Richard von der Lohe 122
3. Sven Erkens 98
Herren Altersklasse,
freihand
1. Frank Kickartz 130
Damen Altersklasse,
aufgelegt
1. Ines Koch 146
2. Karin Böttcher 145
3. Helga Gunkel 143
Herren Altersklasse,
aufgelegt
1. Friedrich Höppener 145
2. Peter Joussen 140
3. Walter Böttcher 131
Damen Senioren,
aufgelegt
1. Maria Landvogt 133
2. Leni Beyß 133
3. Otti Toslma 124
Herren Senioren,
aufgelegt
1. Hans Rennett 142
2. Walter Kück 141
3. Heinz Franken 138

In großes Erstaunen versetzte Hans Rennett die Jahreshauptversammlung zum Schluss seiner Ausführungen, als er bekannt gab, auf Grund einiger nicht in seinem Sinne verlaufener Vorkommnisse im Schießstand mit sofortiger Wirkung vom Amt des Schießmeisters zurückzutreten. Selbst seine Vorstandskollegen hatte Hans Rennett im Vorfeld nicht über seine Absichten informiert. Nach einer längeren und eingehenden Diskussion sagte Hans Rennett zu, seinen Schritt noch einmal zu überdenken und eine endgültige Entscheidung nach einer kurzfristig anzuberaumenden Versammlung des Vorstandes sowie aller Schießleiter zu fällen.

Um 22:40 Uhr bedankte sich Brudermeister Pinell bei allen und verabschiedete die Schützenfamilie mit dem Wunsch nach einem erfolgreichen Schützenjahr und einem guten Nachhauseweg.

März

Es war ein angenehmer Märzmorgen der uns Matthäus-Schützen zum ersten großen Ereignis des neuen Jahres bat. Früh am Morgen des 15. März traf sich die Schützenfamilie in der Pfarrkirche in Niedermerz, um sich mit Gottes Segen auf den Weg zu machen die neuen Majestäten des Jahres zu ermitteln. Präses Maqua hob in seiner Predigt noch einmal heraus, dass wirklich alles Gott gegeben sei und man sich stets darauf besinnen sollte. So sagte er dann auch den Schützen, dass nicht der Beste sondern der Glücklichere gewinnen werde. Er wünschte einen familiären Tag der voll Harmonie begonnen hätte und er gab sich der Hoffnung hin, dass dies auch so bleiben möge.

Wie Recht unser Präses hatte, sollte sich erst im Laufe des Tages herausstellen. Aber es begann verheißungsvoll. Gestärkt durch den Segen Gottes und begleitet durch das Trommelcorps Pattern begab man sich zum "Haus Pattern", wo die Formation bereits von den ersten Gästen erwartet wurde. Neben vielen Mitgliedern, Gästen und Vertretern befreundeter Vereine begrüßte Brudermeister Norbert Pinell besonders Präses Pfr. Maqua, Bürgermeister Lothar Tertel, Ehrenbrudermeister Karl Parting sowie den ehemaligen Schirmherrn Adolf Warnecke und Ortsbürgermeister Herbert Jansen.

Unsere aktiven Mitglieder, die nicht die Uniform tragen, hatten es sich wieder einmal nicht nehmen lassen, für die Bedienung an diesem Tag zu sorgen. Sie sollten viel Arbeit bekommen, denn es herrschte schon frühzeitig ein riesiger Andrang. Doch trotz der immer größer werdenden Menschenmenge war es auffallend freundlich und alles ging ohne Hektik ab, sodass es ein gutes Gelingen versprach.

Zunächst ging es um die Würde des Schülerprinzen. Unser stellvertretender Schießmeister Walter Fiedler hatte das Gewehr schon eingespannt und so konnten die Wettkämpfe beginnen. Erfreulicherweise hatte man entgegen aller Erwartungen auch bei den Schülern Mitbewerber und so wurde dieser Wettbewerb vorne angestellt. Es maßen sich die Vorjahresprinzessin Tanja Vanwersch und Jan Frings. Es war Jan Frings, der nach dem 74. Schuss das Glück des Tüchtigen hatte und sich über eine riesige Schar von Gratulanten freuen konnte.

Einen sehenswerten Wettkampf erlebten unsere Zuschauer auch, als es um die Prinzenwürde ging. Schön, dass es in dieser Kategorie einige Bewerber gab und man wirklich vorher gar nicht mutmaßen konnte, wer nun hier als Sieger hervorgehen würde. Der Vogel fiel, ob der sehr guten Schießergebnisse, bereits nach dem 42. Schuss von der Stange und Jennifer Topp stand als neue Prinzessin der Matthäus-Schützen fest. Das bei allen sehr beliebte und immer positive Mädchen wurde von der ganzen Schützenfamilie und darüber hinaus auch von den Besuchern überschwänglich beglückwünscht und ein jeder freute sich mit der lieben Jennifer, die die Prinzenwürde nun ein ganzes Jahr innehaben wird.

Nicht minder spannend wurde es schließlich beim lang erwarteten Kampf um die Königswürde. Hier waren bei vielen Schützenbrüdern ernsthafte Absichten zu erkennen. Es waren nicht weniger als fünf Bewerber, die sich ernsthaft Hoffnungen auf den Königstitel machten. Hier muss einmal erwähnt werden, dass alle Aspiranten sehr diszipliniert zu Werke gingen. Dies konnte man auch an den überaus guten Schießergebnissen erkennen, denn der Vogel wurde sehr strapaziert. Unter lautem Jubel gelang es schließlich Willi Topp, sich die Königswürde zu sichern - und dies bereits zum zweiten Mal nach 1993. Sein erster Ausspruch, nachdem der Vogel sein Haupt geneigt hatte, war "Dat wollt ich doch ejentlich noch jarnitt, ich wollt em doch nur noch e bessje lockerer scheeße". Doch die Freude war groß. Die Tochter Prinzessin und er eben jetzt König von St. Matthäus Pattern. Gemeinsam mit seiner Königin Margot Göbbels wird er unsere Bruderschaft nun für ein Jahr repräsentieren.

Bevor wir es uns bei Kaffee und Kuchen sowie kühlen Getränken noch einige Stunden gut gehen ließen, stand noch einmal gemeinsam mit dem Spielmannszug die Proklamation an. Hier dankte zunächst unser Brudermeister Norbert Pinell dem scheidenden Königspaar Peter und Brigitte Joussen, dem Prinzenpaar Thomas Windisch und Katharina Walz sowie der Schülerprinzessin Tanja Vanwersch von Herzen für ihren Einsatz im zurückliegenden Jahr. Er ging, wie schon seit einigen Jahren in der Bruderschaft üblich, noch einmal auf das vergangene Jahr ein und brachte so die ein oder andere Erinnerung wieder auf. Er gratulierte der Schülerprinzessin, die es in ihrer Amtszeit geschafft hatte, auch auf der Ebene des Bezirksverbandes die Schülerprinzessinnenwürde zu erringen, recht herzlich und wünschte ihr ein schönes Jahr. Dann war es soweit, die neuen Würdenträger wurden inthronisiert. Norbert Pinell überreichte die Insignien der Bruderschaft an die neuen Würdenträger und wünschte ihnen alles Gute und Gottes Segen für eine schöne und unvergessliche Regentschaftszeit.

Ein erfolgreicher Tag endete schließlich, wie üblich zu später Stunde in Harmonie und Freundschaft, natürlich nicht ohne den König würdevoll zu seiner Residenz zu geleiten. Wer diesen König kennt, der weiß, dass es wohl doch den ein oder anderen langen Abend geben wird und so war es eben auch am Tag des Vogelschusses. Manch einer, so auch unsere Majestät konnte den Morgen spüren, als er endlich das Bett gefunden hatte.

April

Es ist ein kleines "Unser Dorf soll schöner werden", das durch die Gemeinde zum zweiten Mal veranstaltet wurde. Die durch den Bürgermeister ins Leben gerufene Aktion soll den Sinn einer Säuberung des Ortes haben und hier sollten sich so viele Institutionen wie möglich beteiligen. Selbstverständlich waren wir auch am 4. April zur Stelle. Mit Besen und Müllbeutel ausgerüstet gingen wir gegen den Unrat, der sich in unserem Ortsteil angesammelt hatte, vor. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Wir hatten am Ende der Aktion einige Säcke von Müll gesammelt, den achtlose Menschen so einfach in die Gegend werfen.

Kinderkommunion in Niedermerz, so hieß es am 19. April für unsere Offiziere. Dieses Jahr begleiteten wir auch wieder die jungen Christen zu ihrem ersten Empfang der heiligen Kommunion. Wie nicht anders zu erwarten, begrüßte ein gut aufgelegter Pfarrer Maqua die jungen Christen und geleitete sie während des Gottesdienstes an den Tisch des Herrn.

Mai

Wie schon seit jeher liegt das Schützenfest unserer Bruderschaft am Anfang aller Schützenfeste im Bezirksverband und das ist auch gut so, denn dann sind die Menschen wieder froh, das es losgeht mit dem Feiern von Festen. Es hat sich schon seit Jahren eingebürgert, dass unsere Offiziere über eine Woche vorher mit den Vorbereitungen beginnen. So auch in diesem Jahr. Es lief alles wie am besagten Schnürchen in der Vorbereitungszeit. Keiner konnte sich beklagen und die Offiziere, die angetreten waren um zu helfen, legten auch alle mit Hand an, sodass alles reibungslos über die Bühne ging. Beim Schmücken der Residenzen konnte man sich glücklich schätzen, eine Residenz weniger aufbauen zu müssen, denn Prinzessin und König stammen ja bekanntlich aus einem Hause. Wieder einmal sei erwähnt, dass so mancher die Arbeitswoche schon vor der Arbeit als Feierwoche ansah und schon mit dem Feierabendbier begann, ehe er einen Handschlag getan hatte, aber dies war ob der vielen helfenden Hände auch nicht weiter schlimm. Dass unsere Majestäten es gut mit uns meinten, erfuhren wir die ganze Woche über sowohl bei unserem Schülerprinzen Jan Frings, als auch bei unserer Prinzessin Jenny Topp und auch bei unserem Königspaar Willi Topp mit Margot Göbbels. Immer wenn das Tageswerk vollbracht war, wurde sich, ähnlich wie bei der dritten Halbzeit im Sport, anschließend hingesetzt und das Tageswerk rückbetrachtet. Unser für sehr viel Stehvermögen bekannter König Willi musste wohl so manchen Abend an seine Grenzen gehen, denn er hatte nicht die ganze Woche über Urlaub und musste demnach auch noch morgens früh aufstehen und seiner Arbeit nachgehen. Trotzdem wurde gefeiert. Man verbrachte, nachdem die Schülerresidenz geschmückt war, einen wundervollen Abend bei Jan auf dem Weiler Langweiler und auch wurde ein Abend zu Ehren unserer lieben Jenny gefeiert ehe man dem Königpaar die Ehre erwies. Die Arbeit war getan, das Schützenfest konnte kommen. Nachdem am Freitag vor dem Fest letzte Hand im Festzelt angelegt worden war, hier der Boden gereinigt und der Zeltschmuck aufgehängt wurde, konnte man dem Fest entgegensehen.

Samstagnachmittag, traditionsgemäß gegen 18 Uhr tauchten auf den Straßen in Neu-Pattern immer mehr Uniformen auf. Seien es grüne Uniformen für die Schützen oder andersfarbene für die Musikanten, allesamt schön anzusehen. Es wurden die üblichen Umzüge durch den Ort durchgeführt. Natürlich sparte man in diesem Jahr nicht den Weiler Langweiler aus, denn schließlich wohnt kein Geringerer als unser Schülerprinz Jan Frings dort. Selbstverständlich huldigte man ihm mit einem Besuch und einen Ständchen auf dem elterlichen Bauernhof. Es war schon sehenswert, mit welchem Stolz unser Schülerprinz sich darstellte und wie würdevoll er die Schülerprinzenkette trug.

Dieses Gefühl setzte sich bei der Huldigung der übrigen Majestäten dann auch sogleich fort. Beim Besuch der Prinzessinnen- und Königsresidenz konnte man auch nur in glückliche Gesichter sehen. Auch bei den "Toppis" wurde man wieder fürstlich beköstigt und so konnte man sich gestärkt und frohen Mutes auf den Weg zum Festzelt begeben. Selbst unsere etwas um all den Trubel besorgte Königin Margot verlor schnell ihre anfängliche Scheu und konnte dann auch das Bad in der Öffentlichkeit sichtlich genießen.

Das Festzelt war schon sehr gut besucht, was aber auch nicht weiter verwunderte, denn wir hatten im Vorfeld über einen Vorverkauf bereits sehr viele Karten abgesetzt. Ein schöner Abend startete und mit sehr viel Musik und guter Unterhaltung nahm das Geschehen seinen Lauf.

Als Höhepunkt dieses Abends hatte man die Gruppe Britz eingeladen, die mit sehr viel Schmiss und Charme das Festzelt schnell für sich eingenommen hatte.

Es fällt immer wieder schwer, nach einer durchtanzten Nacht am darauffolgenden Morgen seine Konzentration wieder zu erlangen. Das fällt umso schwerer, wenn es dann auch noch früh am Morgen ist. Für unsere Bruderschaft ist dies aber ganz und gar normal, denn es heißt an jedem Schützenfest sonntags morgens den Höhepunkt des Schützenfestes schlechthin zu erleben. Die Segnung der Majestäten beim morgendlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche in Niedermerz war würdevoll und wohltuend zugleich. Präses Pfarrer Maqua dankte in seiner Ansprache den scheidenden Majestäten für die Repräsentation der Bruderschaft im abgelaufenen Jahr und wünschte ihnen alles Gute nunmehr im alltäglichen Schützenleben. Den neuen Majestäten gratulierte er und empfahl ihnen sich mit Gott einzulassen, denn dann sei ihnen auch Gottes Segen und Begleitung gewiss.

In diesem Sinne gestärkt machten wir uns auf den Weg in Richtung Neu-Pattern, um dort der Toten zu gedenken. Brudermeister Norbert Pinell fand äußerst sinnige Worte zum Gedenken an die Toten der Weltkriege und unter den Klängen der Spielmannszüge Niedermerz und Pattern gedachte man aller Vermissten und Verstorbenen.

Es war ein herrlicher Tag und so sollte dann auch unser Festzug ein tolles Bild abgeben. Pünktlich kommandierte unser Hauptmann Jürgen Berg die Festzugaufstellung und ein beachtlicher Festzug setzte sich in Bewegung. Erstmals war ein Trommelcorps aus Haaren bei Heinsberg zu Gast bei uns, der den Wegfall durch die Zusammenlegung der Korps aus Schleiden und Niedermerz kompensierte. Das von Freddy Höppener organisierte Trommelcorps konnte durchaus überzeugen, wie auch alle anderen Gastvereine sich prächtig präsentierten.

Ein Genuss für jeden Brauchtumsfreund zog durch Patterns Straßen und endete schließlich mit dem Vorbeimarsch an den angetretenen Majestäten. Alle Festzugteilnehmer durften sich anschließend im Festzelt der hervorragend organisierten Cafeteria unserer Schützenfrauen erfreuen, bevor man sich erneut vorbereiten musste auf einen weiteren Höhepunkt des Festes, den Königsball.

Schon früh am Abend füllte sich die Königsresidenz am Patterner Ring und viele sehr hübsch anzusehende Damen hellten das Wohnzimmer bei Willi und Margot auf. Während man sich bei den Majestäten bei einem kleinen Snack und gut gepflegten Getränken auf den Abend freute, formierten sich am Festzelt die Spielmannszüge aus Niedermerz/Schleiden und Pattern mit den restlichen Offizieren unserer Bruderschaft zum Abholen des Gefolges. Dieses wurde dann auch musikalisch durch den Patterner Ring hin zum Festzelt geleitet. Angeführt von einer bezaubernden Königin Margot Göbbels und König Willi Topp, gefolgt von der nicht weniger charmanten Prinzessin Jennifer Topp mit ihrer Begleitung Engin. Der Festzug traf pünktlich im Festzelt ein.

Es war gar nicht anders zu erwarten, dass sich ein toller und sehr kurzweiliger Abend anschloss. Nachdem Brudermeister Norbert Pinell die Gäste aus Nah und Fern, hier auch ganz besonders die befreundeten Bruderschaften aus Aldenhoven, Dürboslar und Lohn begrüßt hatte, stand der Eröffnungstanz auf dem Programm, der das eigentliche Fest erst eröffnen sollte. Dies ist übrigens auch ein sehr schöner, schon jetzt seit vielen Jahren geübter Brauch, der diesem Abend erst den nötigen Rahmen verleiht.

Traditionell ist die eng begrenzte Zeit ein Problem für die Verantwortlichen, denn man muss sehr viele Programmpunkte zeitlich abgestimmt unterbringen. Dieses Problem fiel aber den Gästen in keiner Weise auf, denn man hatte es wieder einmal geschickt angestellt, sodass zwischen den Programmpunkten auch noch immer wieder ein wenig Zeit zum Tanzen verblieb.

Die Damen unserer Bruderschaft, aber auch unsere Jugendabteilung hatten tolle Vorstellungen vorbereitet, die von allen Gästen mit einem riesigen Applaus versehen wurden. Ebenfalls kam die Schuhplattler- und Showtanzgruppe, die man für diesen Abend engagiert hatte, ganz fantastisch an. Nachdem unsere befreundeten Bruderschaften den Majestäten ihre Aufwartung gemacht hatte, ging es ruck, zuck und schon hieß es wieder Königswalzer beim Schützenfest in Pattern.

Das gesamte Offizierscorps marschierte ein und es folgte ein für die Majestäten hoffentlich unvergessener Königswalzer, bei dem die Königin Margot und auch Prinzessin Jenny von vielen Offizieren gekonnt über das Parkett geführt wurden. Man kann nur sagen: Ein herrliches Bild, ein herrlicher Abschluss eines erneut wunderbaren Abends. Der war natürlich noch nicht zu Ende und wer den König kennt, der weiß und konnte sich an diesem Abend auch ausmalen, dass es noch lange gehen würde in der Königsresidenz, denn waren erst einmal alle offiziellen Termine erledigt, konnte so manch einer noch einmal ein wenig nachfeiern, ganz zur Freude unseres Königs Willi.

Trotz dieser gerade erwähnten Anstrengungen waren alle Beteiligten am Montag morgen zur Stelle, um dem lieben Gott für die schönen Tage zu danken, die man wieder gemeinsam erleben durfte. In der schön hergerichteten und von unseren Frauen unter der Organisation von Otti Tolsma gepflegten Kapelle zelebrierte unser Präses Pfr. Maqua einen wohltuenden Gottesdienst, während dessen man auch mal bei allem Feiern ein wenig Zeit fand, in sich zu kehren. Wer nun meint, das Fest sei abgeschlossen, der kennt die Patterner Schützenfeste noch überhaupt nicht, denn ein Frühschoppen der Extraklasse schloss sich an, ganz wie gewohnt in Pattern. Ganz so, als hätte man gerade erst mit dem Feiern begonnen, erfreute man sich in lockerer Runde dem Dasein und die Unterhaltung wollte kein Ende nehmen. Kein Ende nehmen wollte an diesem Tag auch der gesamte Frühschoppen nicht und es wurde ein langer Tag. Zwischendurch wurde es noch einmal spannend, denn die Wahl des diesjährigen Maikönigspaares sollte nicht fehlen. Die kurzfristig einberufene Jury wählte Detlef und Uschi Paschmann zum Maikönigspaar des Jahres 2009.

Das Fest war zu Ende, was von manch einem ob der großen Vorfreude sehr bedauert wurde, und so hieß es Aufräumen und wieder Alltag schaffen. Dies geschieht ein jedes Jahr in bewundernswerter Manier und ganz auf die schnelle am Dienstag nach dem Schützenfest. Bereits am Mittag ist von einem Schützenfest nicht mehr viel zu sehen und der gesamte Dorfschmuck ist abgebaut, die Residenzen abgeschmückt. Ein gemeinsames Mittagessen ließ dann auch den letzten Zweifelnden erkennen, dass das Fest sein Ende genommen hatte.

Der Reigen der weiterführenden Schützenfeste wurde am 24. Mai mit dem Besuch des Schützenfestes in Schleiden eröffnet. Hier konnte man im Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort heraushören, dass man sich sehr schwer tat, weiterhin das Schützenfest aufrecht zu halten, und dass man sich in Schleiden Gedanken machen musste, ob es überhaupt noch weitergehen würde.

Schon in der Woche danach, nämlich am 26. Mai fanden wir uns zusammen, um gemeinsam mit unserer Frauengemeinschaft in der Matthäus-Kapelle der Mutter Gottes zu Gedenken. Eine wie schon seit einigen Jahren hervorragend organisierte Maiandacht brachte allen Anwesenden ein wenig Zeit der Besinnung und Hinwendung zur Mutter Maria.

Die jüdische Gemeinde innerhalb der Gemeinde Aldenhoven hatte in den vergangenen Jahren ein Projekt aufgelegt, das zu einer Gedenkstätte in Aldenhoven für die Aldenhovener Opfer des 2. Weltkrieges führen sollte. Es war so weit. Am 31. Mai konnten die Aktiven dieser Gemeinschaft im Römerpark eine Gedenkstätte einweihen. Es war für uns eine Selbstverständlichkeit an dem kurzen Festakt mit einer Abordnung teilzunehmen.

Juni

Der Sommer nahte mit großen Schritten und es hieß schnell für uns, sich auf den Weg nach Neu-Lohn zu unseren Freunden der Schützenbruderschaft St. Sebastianus, St. Josef zu machen. Die enge Verbundenheit zu dieser Bruderschaft zeigte sich darin, dass wir bei fast allen Veranstaltungen des Festes vertreten waren. Schon zum Festgottesdienst am Samstagabend fanden sich aus mittlerweile jahrelanger Tradition einige Schützen in Neu-Lohn ein. Auch wurde der Prinzenball von unseren Jungschützen sehr gut besucht. Die offiziellen Auftritte am Schützenfestsonntag zum Umzug und auch zum Königsball waren von unserer Seite aus recht sehenswert. Den Abschluss des Lohner Festes bildete, wie auch bei unserem Fest, der Frühschoppen am Montag. Wir stellten auch hier eine starke Abordnung, die sich tapfer hielt.

Wenige Tage danach stand das große Fest unserer Bruderschaft an, nämlich Fronleichnam in Niedermerz. Wir trafen uns schon früh, um gegen 8 Uhr mit der Pfarrgemeinde durch den Ort zu ziehen und das Allerheiligste zu geleiten. Leider war das Wetter derartig schlecht, dass man sich seitens der Verantwortlichen dazu entschloss, die heilige Messe und auch die Segnung ausschließlich in der Kirche durchzuführen. Die ganze Mannschaft traf sich anschließend in der Gaststätte zur Palme zum gemeinsamen Bruderfrühstück.

Die Feste ließen nicht nach. Es ist mittlerweile jedem Leser bekannt, dass am Wochenende nach Fronleichnam das große Aldenhovener Schützenfest stattfindet, und so rüsteten wir uns schon in der Woche zum gemeinsamen Fest mit den Freunden aus Aldenhoven. Bereits im Vorfeld des Festes hatte der Aldenhovener Schützenkönig Markus Mingers uns eingeladen, gemeinsam mit den Aldenhovenern das Schmücken der Residenz zu feiern. Selbstverständlich kamen wir mit einer Abordnung dieser Einladung nach. Aber auch die Festlichkeiten wie Großer Zapfenstreich am Freitag, Krönungsgottesdienst, Festzug und Königsball am Schützenfestsonntag wurden zahlreich von uns besucht. Natürlich dürfen unsere Schützen am Schützenfestausklang in Aldenhoven auch nicht fehlen, denn dann würde nicht nur den Aldenhovenern etwas fehlen, sondern auch uns selbst.

Juni

Wer nun denken könnte, man würde zu einer kleinen Verschnaufpause kommen, der irrte sich gewaltig, denn in Dürboslar wurde auch gefeiert und das wieder einmal in einem größeren Umfange. Das Trommelcorps von Dürboslar feierte Geburtstag und so hatte man sich wieder etwas Besonderes ausgedacht. Einen wunderschönen Freitagabend hatte man sich ausgesucht, um auf der Burg Dürboslar ein Treffen für Groß und Klein abzuhalten. Dieses gemütliche Beisammensein wurde gekrönt von einem herrlichen Großen Zapfenstreich, der in der Burg Dürboslar seine ganz besondere Atmosphäre hat. Es schlossen sich auch an diesem Wochenende die üblichen Besuche wie Festzug und Königsball an, sodass wir auch hier wieder ein gutes Stück des Schützenfestes der Freunde aus Dürboslar mitgestalten konnten.

Juli

Man schrieb Anfang Juli, die ersten Urlaubsstimmungen traten auf und gerade dahinein fiel das Bezirksschützenfest in Welldorf. Auch hier waren wir wieder sehr aktiv, nicht zuletzt wegen unserer Bezirksschülerprinzessin Tanja Vanwersch. Schon am Freitag besuchten wir den Festkomers mit Standartenübergabe und Großem Zapfenstreich zu Ehren der Majestäten. Beim Festzug am 3. Juli beteiligten wir uns sehr stark, sodass nicht nur unsere Bezirksschülerprinzessin Tanja, sondern auch unser Königspaar Willi Topp mit Margot Göbbels vollauf zufrieden und begeistert waren. Unsere Bruderschaft besuchte selbstverständlich mit einer Abordnung den Königsball am Abend. Hier hinterließen wir einen sehr guten Eindruck, die Schützen aus Welldorf waren hellauf begeistert vom freundlichen Eindruck und sie bedankten sich überschwänglich für den Besuch.

August

Nun war aber erst einmal eine Sommerpause angesagt, bevor wir mit unserem Programm fortfuhren. Am 29. August stand unser Offiziersausflug an. Er führte uns in einer kleinen Fahrradtour durch das Aldenhovener Land nach Siersdorf zur Kommende. Die Organisatoren Harald Landvogt und Sascha Kück hatten nicht nur an alles gedacht, so hatte man Verpflegung eingepackt, aber auch für unsere nicht Fahrradfahrer einen Fahrdienst organisiert. Mit diesem Trip in die Nachbargemeinde zeigte man uns erneut auf, dass die Heimatkunde vor der Haustüre beginnt und wir durchaus auch in der Nähe noch viel Unbekanntes entdecken können. Wir wurden von zwei Mitgliedern des Kommendenvereins durch die Kirche und die alte Ruine geführt und wir bekamen einiges mit, was hier in Siersdorf gewesen war. Nach der bereits erwähnten Stärkung ging es dann weiter über den Weiler Langweiler bis hin zur Gaststätte Rinkens, wo die beiden Organisatoren Harald und Sascha uns für die nächsten Stunden einquartiert hatten. Bei gepflegten Getränken im Biergarten konnte man sich gut unterhalten. Diese Unterhaltung wurde dann im Inneren des Gasthauses fortgesetzt bei gutem Essen und wir beendeten den Abend erneut relativ spät am Abend.

Schon am nächsten Morgen hieß es Patrozinium in Niedermerz. Es waren leider nur die eingefleischten Offiziere, die den Weg zur Pfarrkirche fanden, obwohl am Abend vorher so viele ihr Mitwirken zugesagt hatten. Präses Maqua war trotzdem sehr dankbar, dass unser Offizierscorps die feierliche heilige Messe besuchte.

September

Ein ganz ausgefülltes Wochenende erwartete uns ab dem 11. September. Zunächst hieß es heilige Messe zu Ehren unseres Patrons, des heiligen Matthäus in der gleichnamigen Kapelle, wo unser Präses eine stattliche Anzahl an Mitglieder begrüßen konnte. Direkt im Anschluss daran absolvierten wir die zweite Offiziersversammlung des Jahres, die sehr konstruktiv und harmonisch verlief. Man konnte einige Dinge auf den Weg bringen, Uniformprobleme lösen und sich auf das Kommende einstimmen.

Samstag dann hatte erneut unsere Jugendabteilung eine Playbackshow im "Haus Pattern" auf die Beine gestellt. Wir konnten hier erneut absolute Spitzenqualität erleben, die uns sehr stolz auf unseren Nachwuchs machte. Die Auftritte waren allesamt professionell und attraktiv gestaltet, sodass das gesamte Publikum einhellig begeistert war. Selbstverständlich hatten die Jugendlichen nicht zuletzt zur Steigerung der Mannschaftskasse sehr gut für das leibliche Wohl gesorgt. Hierzu brauchten die Anwesenden nicht aufgefordert werden, denn es wurde den weltlichen Genüssen zur Genüge zugesprochen.

Es zeigte sich wieder, dass das Feiern bei uns sehr groß geschrieben wird, aber wenn es dann heißt einer neuerlichen Verpflichtung nachzukommen, dann sind nicht so viele dazu bereit. Eine Anzahl von etwa acht Offizieren besuchte am Sonntag, dem 13. September die Schlussoktav in Aldenhoven. Das Abschlussfest der Marienwallfahrt war auch allgemein sehr schlecht besucht und man war sehr traurig, dass diese Feierlichkeit so wenig Anklang fang.

Zum ersten Mal in der Geschichte unseres Vereins besuchten wir unsere Freunde aus Freialdenhoven, zu deren Königsball am 25. September. Der Königsball, der eigentlich kein Königs-, sondern vielmehr ein Kaiserball war, stand ganz im Zeichen unseres langjährigen Mitgliedes Hans Peter Lenzen, der in diesem Jahr zum dritten Mal die Majestätenwürde errungen hatte und somit als Kaiser fungierte. Wir besuchten bereits die von Präses Pfarrer Maqua zelebrierte Krönungsmesse und anschließend den Kaiserball von St. Mauritius Freialdenhoven. Ein anregender Ball ließ die Zeit schnell vergehen und wir fühlten uns sehr wohl.

Am darauffolgenden Sonntag mussten wir, wie schon so oft um diese Jahreszeit, wieder einmal ein Marathonprogramm erfüllen, denn es galt die Ausgänge nach Freialdenhoven und auch nach Niedermerz zu stemmen. Endlich einmal brauchten wir uns um die Teilnehmer nicht die Sorgen zu machen, die wir uns in den letzten Jahren machen mussten, obwohl es auch nicht gerade üppig war, was wir zusammen bekamen. Trotzdem bewältigten wir sowohl den Festzug in Freialdenhoven, als auch den Erntedankumzug in Niedermerz recht ordentlich.

Oktober

Erntedank hieß es auch dann am 4. Oktober auf dem Weiler Langweiler. Traditionsgemäß trafen wir uns bei unserem General Franz Mürkens, um den Tag dort gemeinsam zu beginnen. Das eigentliche Erntedankfest fand auf dem Hof Breuer statt. Die Familie Breuer hatte den Hof sehr nett hergerichtet und so stand, außer dem miserablen Wetter der Feier nichts mehr im Wege. Trotz des Wetters war die Scheune sehr schnell bis auf den letzten Platz gefüllt und wir konnten gemeinsam mit Pfarrer Maqua, der unterstützt wurde durch den Pfarrer Bergrath, einen wohltuenden Gottesdienst erleben. Die Kinder des Weilers brachten die einzelnen Gaben zum Altar und Margret Frings sprach einige Worte des Dankes zu jedem Gabengang. Eine Predigt von Pfarrer Maqua, die davon handelte, wie wir Menschen mit unseren Ressourcen umgehen sollten, blieb ebenso in Erinnerung wie auch die Tatsache, dass die Kommunionhelfer große Mühe hatten, die heilige Kommunion an die Christen zu verteilen.

Die Scheune bleib auch nach der Messfeier zum Bersten gefüllt, als es dann zum gemütlichen Teil des Weilerfestes überging. Wir ließen es uns auch an diesem Tag recht gut gehen und gesellten uns zusammen bei deftiger Erbsensuppe, hier bekommt natürlich unser Chef, Präses Maqua die erste Portion, und bei guter Unterhaltung. Ganz wie die ältere Generation in früheren Jahren, so verstand es unsere Jugend aus einem ausgedehnten Frühschoppen ein abendfüllendes Programm zu machen.

Der Oktober bot aber auch noch so manch anderen Höhepunkt. Einer davon war das Treffen mit den Lohner Schützen am 23. Oktober, dieses Mal in der Grillhütte Neu-Lohn. Unsere Freunde hatten sich etwas ganz Tolles einfallen lassen, denn ganz im Zeichen eines Oktoberfestes wurde bei bayrischem Bier und deftiger Speise, hergerichtet von den Lohner Schützenfreunden Franz und Elke Stollenwerk, ein zünftiger Abend gefeiert, bei dem die freundschaftlichen Wettkämpfe auch nicht zu kurz kamen. Ganz eindeutig fiel erstmalig der Sieg des Abends unserer Mannschaft zu, denn sowohl bei den Wettkämpfen selbst, als auch bei den anderen Dingen waren wir nicht zu schlagen. Auch und das war ebenfalls erstmalig, hatten unsere Offiziere die weitaus bessere Kondition, denn unsere beiden Offiziere Jürgen Berg und Marco Muckel sorgten für ein ordnungsgemäßes Abschließen der Grillhütte und für einen gesicherten Heimgang der letzten verbliebenen Lohner Schützen Johannes und Franz Josef Gatzen, denen die Anstrengung des langen Abends durchaus anzumerken war.

Bereits eine Woche später hieß es in unserem Schießstand, die Vereinsmeister des Jahres 2009 zu ermitteln. Es waren insgesamt harmonische Wettkämpfe mit sehr guten Ergebnissen. Verwundert über ihr allzu gutes Abschneiden war unsere neue Vereinsmeisterin. Sie musste vom Schießmeister extra von Zuhause geholt werden, damit man ihr die freudige Überraschung erst mitteilen konnte. Es war Helga Gunkel, die erstmalig in ihrer Zugehörigkeit zum Verein diese Meisterschaft errang. Obwohl die Ehrungen erst auf der Jahreshauptversammlung durchgeführt werden, wollte man es sich nicht nehmen lassen, die neuen Meister gebührend hochleben zu lassen. So schloss sich also ein recht munteres Beisammensein den eigentlichen Wettkämpfen an.

November

Wie schon einige Jahre, so beklagten wir auch in diesem Jahr die Beteiligung an den Volkstrauertagen zu Ehren der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege an unserem Ehrenmal. Wir waren erneut die kleinste Abordnung, die an der Feierstunde teilnahm, denn sowohl die Marinekameradschaft als auch der Trommelcorps Blau-Weiß waren stärker vertreten als wir. Bernd Jansen fand in Vertretung seines Vaters mahnende Worte, die nicht nur erinnern, sondern auch wachrütteln sollten, die uns aufmerksam machen sollten auf das, was auch heute noch in der Welt vor sich geht.

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und unsere Aktivitäten waren noch immer nicht zu Ende. Es hieß am 27. November Herbstdeligiertentagung in Rödingen. Hier war eine Teilnahme durch uns nicht nur selbstverständlich, sondern sogar eine Pflicht, denn die Bezirksschülerprinzessin Tanja Vanwersch wurde verabschiedet und Jenny Topp wurde als neue Bezirksprinzessin eingeführt. Dies geschah durch den Bezirkspräses Maqua und den stellvertretenden Bezirksbundesmeister Christian Klems direkt in Anschluss an die heilige Messe. Es ist nun schon viele Jahre so, dass das Abschlussbild mit den alten und neuen Majestäten immer auch durch die jungen Menschen unserer Bruderschaft belebt wird. Wir freuen uns mit Jennifer über die errungene Prinzessinnenwürde.

Dezember

Am 5. Dezember machten wir uns wieder auf den Weg, um gemeinsam mit den Bruderschaften und den Pfarrgemeinden Lohn, Aldenhoven, Niedermerz und Pattern die besinnliche Nachtwanderung durchzuführen. Es tut jedem Einzelnen gut, sich für ein paar Stunden dem Alltag zu entziehen und ein wenig in sich zu kehren, und gerade dafür ist eine solche Nachtwanderung auch da.

Wir begannen mit einem Gottesdienst in Neu-Lohn, bevor uns die ausrichtende Bruderschaft St. Sebastianus, St. Josef Lohn auf den vorher festgelegten Weg begleitete. An vielen, bereits bekannten Wegkreuzen, Kapellen oder Gedächtnisstellen machten wir Halt und sprachen einige Gebete. Zwischendurch wurde im "Haus Pattern" eine kleine Rast gemacht und abschließend war man froh, die etwa sechzehn Kilometer Wanderung doch mitgemacht zu haben.

Januar

Eisregen und gefrierende Nässe machten den Weg zum "Haus Pattern" beschwerlich und so mancher Schütze tat sich schwer mit seinem Gang hin zum Gemütlichen Abend unserer Bruderschaft. Wir hatten den 16. Januar 2010, als sich eine stattliche Anzahl von Mitgliedern sammelte, um gemütlich einen hoffentlich schönen Abend zu erleben. So war es dann auch. Das Haus hatte sich wieder gut gefüllt, nicht ganz so sehr, wie in den vergangenen Jahren, aber immerhin zählte man knapp 100 Besucher. Wetterbedingt konnte unser Brudermeister erst etwas später die Mannschaft begrüßen. Er dankte allen für ihr Mittun im vergangenen Jahr und bat darum, dass ein jeder im kommenden Jahr mit seinen Aktivitäten nicht nachlassen solle. Nachdem er seine Hoffnung nach einem schönen und gemütlichen Abend kundgetan hatte, lud er zunächst alle zum Essen ein. Es wurde auch der gemütliche und harmonische Abend. Man konnte sich bei richtig gutem Essen, dass man erstmals von Franz Stollenwerk aus Lohn, der auch ein guter Schützenkamerad ist, bekommen hatte, und natürlich bei vielen Getränken austauschen und das abgelaufene Jahr Revue passieren lassen. Die Jugendabteilung hatte erstmals für die Musik gesorgt, die Benedikt Lenzen mit seiner Mannschaft gekonnt von Computer abrief. Auch wurden wir von unseren jüngeren Mitgliedern mit einem sehenswerten Auftritt, der aus dem Repertoire der Playbackshow stammte, begeistert, sodass erst gar keine Langeweile aufkommen konnte. Es war schon bezeichnend, dass keines der älteren Mitglieder am darauffolgenden Sonntagmorgen beim Aufräumen wusste, wie lange die Veranstaltung gedauert hatte, und so musste man sich damit abfinden, auch an diesem Abend von der Jugend was das Durchhaltevermögen angeht wieder einmal geschlagen worden zu sein.

Das Kalenderjahr 2009 war schon über drei Wochen abgeschlossen, aber das Schützenjahr sollte mit dieser schönen Abschlussfeier auch sein gutes Ende finden. Doch vorher luden unsere Schützenfrauen die Schützen noch ein zu einem Ausflug nach Köln. Hier besuchte man nach einer Stärkung im Brauhaus "Peters" die Kölnarena und erfreute sich an den Darbietungen der Revue "Holiday on Ice". Toll, was sich unsere Frauen hier ausgedacht hatten. Wir empfanden es mehr als Familienausflug, der uns allen sehr gut getan hat. Ein Hoch auf die Aktivitäten unserer Schützenfrauen und vielen lieben Dank.

Gott sei es gedankt, dass er uns wieder ein gutes Vereinsjahr geschenkt hat.