St. Matthäus-Schützen besuchen die Heiligen Drei Könige

Dreikoenigsfahrt"Wir haben seinen Stern gesehen und kommen voll Freude." Gemäß dem Refrain des Kölner Dreikönigsliedes machten sich am Morgen des 6. Januar 2018 auf Anregung und in Begleitung unseres Präses Pfr. Jürgen Frisch fast 30 Schützenschwestern und Schützenbrüder unserer Bruderschaft auf den Weg nach Köln. Dort ruhen seit dem Jahr 1164 die Gebeine der Weisen aus dem Morgenland im Dreikönigsschrein, dem künstlerisch bedeutendsten und inhaltlich anspruchsvollsten Reliquiar des Mittelalters. Demzufolge kann man außer in Betlehem dieses Fest nirgendwo sonst so authentisch feiern wie in der imposanten Kathedrale am Rhein.

Nachdem sich der Bus am "Haus Pattern" in Bewegung gesetzt hatte, erteilte uns Pfr. Frisch den Reisesegen und nach einer knappen Stunde erreichten wir Köln. Obwohl wir über eine Stunde vor Beginn der Heiligen Messe im Dom eintrafen, hatten sich schon viele Gläubige hier versammelt. Dennoch gelang es unserer Gruppe, im südlichen Querschiff gemeinsam Platz zu nehmen und eine gute Sicht auf den Altar zu haben.

DreikoenigsfahrtMit einem eindrucksvollen Einzug der Ministranten, des Domkapitels und vieler weiterer Priester, der Weihbischöfe und dem Kölner Erzbischof Rainer M. Kardinal Woelki begann das feierliche Pontifikalamt, das von der Domkantorei und den Organisten Prof. Winfried Bönig und Stefan Klösges musikalisch gestaltet wurde. Für uns alle war es ein wohl bleibendes Erlebnis, einmal einen solchen Gottesdienst mitfeiern zu können.

Nach dem Schlusssegen überbrachten zunächst die Sternsinger den Segen, bevor sich Kardinal Woelki traditionsgemäß erkundigte, aus welchen deutschen Bistümern die vielen Pilger den Weg nach Köln gefunden hatten. Als das Bistum Aachen an der Reihe war, überreichten ihm unser Brudermeister Norbert Pinell und unser Präses Pfr. Jürgen Frisch ein Präsent mit Aldenhovener Printenspezialtäten sowie einen schriftlichen Gruß unserer Bruderschaft, wofür sich Kardinal Woelki herzlich bedankte. Nach der Heiligen Messe, beim sprichwörtlichen "Bad in der Menge", nutzten viele von uns die unerwartete Möglichkeit, Herrn Kardinal Woelki persönlich zu begegnen und einige Worte mit ihm zu wechseln.

Beeindruckt vom festlichen Gottesdienst und dem menschenfreundlichen Wesen des Kölner Erzbischofs machten wir uns auf den Weg zum Brauhaus "Schreckenskammer", wo wir in rustikaler Brauhausmanier gemeinsam zu Mittag aßen und uns mit dem ein oder anderen Kölsch erfrischten.

DreikoenigsfahrtGut gestärkt machten wir uns unter der fachkundigen Führung unseres Präses auf einen ca. 5 km langen Fußweg durch die Kölner Innenstadt, wo wir einige äußerst sehenswerte Krippen bestaunen konnten. Dieser führte uns durch die Gotteshäuser St. Maria Himmelfahrt, St. Ursula, St. Andreas mit seiner Brauerkrippe, St. Maria in der Kupfergasse, St. Maria in den Trümmern bis hin zu St. Maria Lyskirchen am Rheinufer, wo wir zum Abschluss eine bemerkenswerte Milieukrippe besichtigen konnten. Zu allen Gotteshäusern und Besonderheiten der Krippen wusste Pfr. Frisch als Kölnkenner viele interessante Details zu berichten.

Etwas ermüdet, aber mit vielen bleibenden Eindrücken und neuem Wissen im Gepäck, traten wir am späten Nachmittag den Heimweg an. Brudermeister Norbert Pinell dankte Pfr. Jürgen Frisch für die Gestaltung eines wirklich schönen Tages und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dies nicht die letzte gemeinsame Unternehmung gewesen sein möge.

Am Ende des Tages lassen sich die Gedanken zusammenfassen in einer Strophe des noch am Morgen gesungenen Liedes: "Stern über Bethlehem, kehrn wir zurück, steht noch dein heller Schein in unsrem Blick, und was uns froh gemacht, teilen wir aus, Stern über Bethlehem, schein auch zu Haus!"

Einführung unseres neuen Präses Pfr. Jürgen Frisch

Praeseseinfuehrung"Komm her, freu dich mit uns, tritt ein!" – Treffender hätte das Eröffnungslied bei der diesjährigen Messfeier zum Fest des heiligen Matthäus am Freitag, dem 22. September, nicht sein können. Denn jeder, der unsere festlich geschmückte St. Matthäus-Kapelle an diesem Abend betrat, hatte Grund zur Freude. Ein Ereignis, das in Zeiten des Priestermangels immer seltener wird und längst nicht mehr für jede Bruderschaft selbstverständlich ist, durften wir nämlich an diesem Tag begehen: die Einführung unseres neuen Präses, Pfarrer Jürgen Frisch, aus Linnich-Glimbach. Er tritt damit die Nachfolge unseres im Mai verstorbenen langjährigen Weggefährten Pfr. Wilhelm Maqua an, der unsere Bruderschaft 25 Jahre lang als geistlicher Präses begleitet hatte.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte unser Brudermeister Norbert Pinell den neuen Präses herzlich in unserer Mitte und dankte ihm für seine Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen und unsere Bruderschaft fortan zu begleiten. Es folgte eine sehr schön gestaltete heilige Messe, in der Pfarrer Frisch das noch aus der Alt-Patterner Kirche stammende Matthäus-Gewand trug, was bei den Gottesdienstbesuchern mit Patterner Wurzeln alte Erinnerungen weckte. Organist Erwin Martinett begleitete die gut mitgesungenen Lieder auf der Orgel, Schülerschützen waren als Ministranten im Einsatz und auf Pfarrer Frischs Anregung hin trugen Jungschützen und junge Erwachsene unserer Bruderschaft die Fürbitten vor. Der Großteil unseres Offizierscorps war zu diesem Anlass natürlich in Uniform zugegen und auch darüber hinaus hatten viele Gläubige den Weg zur Kapelle gefunden, die an diesem Abend nicht allen Besuchern einen Sitzplatz bieten konnte. Zum Ende der Messfeier beglückwünschte Hans-Josef Königstein als Vertreter der Niedermerzer Pfarre sowohl unsere Bruderschaft als auch Herrn Pfarrer Frisch und wünschte beiden Seiten ein gutes Miteinander.

PraeseseinfuehrungIm Anschluss an den Gottesdienst waren alle in das benachbarte "Haus Pattern" eingeladen, wo wir einen kleinen Empfang vorbereitet hatten. Zunächst begrüßte unser Brudermeister Norbert Pinell nochmals Pfarrer Frisch und alle Anwesenden und machte deutlich, wie wichtig und wertvoll das Vorhandensein eines Präses für eine christlich geprägte Bruderschaft ist. Nachdem auch Pfarrer Frisch sich vorgestellt und seinen bisherigen Werdegang erläutert hatte, begrüßte auch unser Bürgermeister Ralf Claßen den neuen Präses mit netten Worten. Gemeinsam mit seiner Königin Tanja Joschinski, dem Prinzenpaar Ricarda Kickartz und Christian Tirtey und Schülerprinz Leonard Frings überreichte unser Schützenkönig Harald Landvogt dem neuen Präses ein Bild vom ersten Zusammentreffen zwischen ihm und unserer Bruderschaft und zeigte sich überzeugt, dass sich bereits damals eine "göttliche Fügung" anbahnte.

Anschließend nutzten sowohl die Schützenfamilie als auch Pfarrer Frisch die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens, wobei sich unser neuer Präses als aufgeschlossen und unserer Bruderschaft offen und herzlich zugewandt zeigte. Am Ende eines wirklich schönen Abends freuten sich alle auf die bevorstehende Zeit mit dem neuen Präses Pfr. Jürgen Frisch.