Das Schützenjahr 2001

Februar

Mit der Jahreshauptversammlung, deren Verlauf dem separaten Protokoll zu entnehmen ist, startete für die St. Matthäus-Schützenbruderschaft Pattern ein neues Schützenjahr, das zunächst recht ruhig begann.

März

Den ersten Termin nahm man erst am 16. März mit dem Einkehrtag in Dürboslar wahr. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der dortigen Pfarrkirche referierte Pfarrer Wilhelm Maqua über das Thema "Kirche im Umbruch". Am folgenden Tag fand im "Haus Pattern" das Bezirksprinzenschießen des Bezirksverbandes Jülich statt, aus dem unser amtierender Prinz Sascha Kück als Sieger und damit als zukünftiger Bezirksschülerprinz hervorging.

Bereits froh gelaunt durch diesen Erfolg ging man in den nächsten Tag, an dem unser Königs- und Prinzenvogelschuss stattfinden sollte. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes zu Niedermerz zog man unter den Klängen des Spielmannzuges "Blau-Weiß" Pattern zum "Haus Pattern", wo Brudermeister Freddy Höppener neben einer großen Schützenfamilie auch diverse Ehrengäste und Vertreter befreundeter Vereine begrüßen konnte.

Zunächst lieferte sich der Nachwuchs einen spannenden Kampf. Mit dem 98. Schuss sank der Vogel schließlich von der Stange und unter lautem Jubel konnte Marcel Höppener, Sohn unseres Brudermeisters, zahlreiche Glückwünsche als neuer Schülerprinz entgegennehmen.

Nun kam man zum lang erwarteten Wettbewerb um die Königswürde. Da hier bei äußerst vielen Schützenbrüdern ernsthafte Absichten zu erkennen waren, mussten sich die Zaungäste nicht allzu lange gedulden. Schon nach dem 39. Schuss stand es fest: unser Brudermeister Freddy Höppener hatte sich nach dem Erfolg seines Sohnes besonders ins Zeug gelegt und den Vogel zielsicher zum Absturz gebracht. Zum zweiten Mal nach 1991 würde er mit seiner Ehefrau Edelgard für ein Jahr im Mittelpunkt unserer Bruderschaft stehen.

In den Nachmittagsstunden hieß es schließlich im Rahmen einer kleinen Feierstunde Abschied von den bisherigen Majestäten zu nehmen. Herzliche Worte des Dankes ergingen dabei von Brudermeister Höppener an die scheidenden Majestäten Walter und Karin Böttcher sowie an Schülerprinz Sascha Kück, dem als Trost jedoch noch die frisch errungene Bezirksprinzenwürde blieb. Zur Proklamation der neuen Majestäten trat der 2. Brudermeister Theo Frings wortgewandt vor die große Zuschauerkulisse und wünschte den neuen Würdenträgern nach der Übergabe ihrer Insignien alles Gute und Gottes Segen für die vor ihnen liegende Regentschaftszeit.

April

In den folgenden Wochen wurde es nach außen hin wieder etwas ruhiger, doch liefen hinter den Kulissen die Vorbereitungen auf das Schützenfest auf vollen Touren. Öffentlich in Erscheinung trat unser Offizierscorps währenddessen noch einmal bei der Erstkommunionfeier in Niedermerz, wo man die Kinder wie gewohnt auf ihrem ersten Gang an den Tisch des Herrn begleitete.

Mai

Eine Abordnung besuchte am 4. Mai die Frühjahrsdeligiertentagung in Kirchberg und am 6. Mai versammelte sich ein Großteil unserer Offiziere in der Pfarrkirche zu Niedermerz zum Sonntagsgottesdienst, in dem besonders des verstorbenen Schützenbruders Peter Jansen gedacht wurde. Nach der heiligen Messe besuchte man auch das Grab unseres verstorbenen Generals, an dem durch den ehemaligen Schirmherrn Adolf Warnecke zum Zeichen des Dankes ein Blumengebinde niedergelegt wurde.

Nun war es bereits so weit: Das Schützenfest 2001 war in greifbare Nähe gerückt. Bereits am Freitag, eine Woche vor dem Festwochenende vom 11. bis 14. Mai hatte man mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen, um den ganzen Ort, die Residenzen und das Festzelt zu einer Augenweide herauszuputzen. Natürlich blieb man auch diesmal von den alljährlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Brudermeister und Geschäftsführer nicht verschont, die jedoch wie gewohnt beim abendlichen Bier ohne große Worte aus der Welt geschafft wurden.

Die allabendlichen Treffen nach getaner Arbeit hatten in diesem Jahr eine extrem magnetische Wirkung, denn kein einziges Mal gelang es den Gastgebern, zu halbwegs christlicher Zeit ihren letzten Gast zu verabschieden. Dies lag jedoch sicher weniger am unstillbaren Durst der Gäste als an der hervorragenden Beköstigung sowohl im Hause Höppener wie auch beim Schirmherrn Willi Sommer. Dass auf den anschließenden Heimwegen immer wieder versteckte Gefahren lauern, mussten die Schützenbrüder Walter Böttcher und Peter Joussen schmerzhaft am eigenen Leib erfahren.

Allen skeptischen Prognosen zum Trotz war bis auf einige Kleinigkeiten alles bereits am Donnerstag Abend fertig gestellt und man konnte das Fest getrost erwarten. Wie bereits in den zwei Jahren zuvor begann das Fest am Freitagabend mit einer Jugenddisco im Festzelt. Diese fand in diesem Jahr jedoch den bisher mit Abstand geringsten Anklang. Darüber hinaus wurde man auch erstmals mit der Zerstörungswut einiger Jugendlicher konfrontiert. In der Nacht zum Samstag wurden diverse Fahnenstangen samt Girlanden aus ihren Halterungen gehoben und der Wagen eines Schaustellers aufgebrochen. Die dabei gemachte Beute wurde anschließend in Vorgärten und Gassen verstreut. Durch die Beseitigung dieser unschönen Zwischenfälle und leider auch durch die nur mäßige Beteiligung bei den Arbeiten samstags morgens kam man mit dem Zeitplan doch noch in arge Bedrängnis, so dass einige Schützenbrüder erst in den Nachmittagsstunden ihren Heimweg antreten konnten.

Doch am Abend waren glücklicherweise die unschönen Erlebnisse verarbeitet und man freute sich bei strahlendem Sonnenschein auf die bevorstehenden Tage. Den Auftakt bildete ein Umzug durch Niedermerz. Den ersten Stopp legte man bei Schirmherr Willi Sommer ein, bei dem man sich mit einigen Ständchen für die köstliche Bewirtung bedankte. Mit Willi Sommer in der ersten Reihe machte man sich auf den Weg nach Neu-Pattern, wo man ebenfalls durch die Musikvereine aus Dürboslar, Pattern und Eschweiler begleitet durch die Straßen zog. Auch beim zweiten Zwischenstopp am Hause Höppener machte man von den zahlreich angebotenen kühlen Getränken gerne Gebrauch. Hierdurch gestärkt ging es endlich ins Festzelt, wo schon früh zu erkennen war, dass man sich um den Besucherandrang auch in diesem Jahr keine Sorgen machen müsste. Nach der Begrüßung der Gäste durch den 2. Brudermeister Theo Frings vergingen die Stunden bei guter Musik durch die Tanzkapelle "Hocus Pocus" wie im Fluge und gegen vier Uhr morgens war es dann auch Festwirt Karl-Heinz Coen vergönnt, das Zelt für ein paar Stunden verschließen zu dürfen.

Nachdem das morgendliche Aufstehen nicht nur durch das fröhliche Wecken des Spielmannszuges "Blau-Weiß" Pattern für manchen Schützenbruder zu einer Tortur wurde, kamen die wohl gewählten Worte unseres Präses Pfr. Maqua gerade recht. In gewohnt feierlicher Form zelebrierte er unter Mitwirkung des Niedermerzer Kirchenchores und einer Solistin einen Festgottesdienst, an dessen Ende die Insignien und damit ihre Träger Freddy, Edelgard und Marcel Höppener Gottes Segen empfingen. Von Niedermerz aus machte man sich auf den Weg nach Neu-Pattern, wo man sich am Ehrenmal versammelte. Nach einigen Worten des Gedenkens durch Theo Frings legte man für die Gefallenen und Vermissten der Bruderschaft einen Kranz nieder und begab sich ins Festzelt, wo sich ein kurzer Frühschoppen anschloss. Im Verlauf dieses Frühschoppens trat das Offizierscorps noch einmal an, als die bisherigen Offiziersanwärter Walter Böttcher und Ralf Lieven durch General Franz Mürkens in den Rang eines Leutnants befördert wurden.

Kurze Zeit später traf man sich wieder im Festzelt zum Empfang der auswärtigen Vereine, zu denen die Bruderschaften aus Aldenhoven, Dürboslar, Schleiden, Freialdenhoven und Neu-Lohn, die Spielmannszüge aus Pattern, Dürboslar, Schleiden und Niedemerz sowie die Blaskapellen aus Schafhausen und Eschweiler, die Jugendabteilung des SV Viktoria Pattern und eine Gruppe von Ehrengästen gehörten. Nachdem die Majestäten zum Festzug abgeholt waren und dieser aufgestellt war, konnte der stellvertretende kommandierende Hauptmann Jürgen Berg das Kommando zum Auftakt durch den Fahnen- und Majestäteneinmarsch geben. Bei fortwährend strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zog der sehenswerte Festzug durch die Straßen Neu-Patterns – für jeden Schützenbruder, der mit dem Herzen dabei ist, ein imposantes Bild und Lohn seines persönlichen Einsatzes.

Nach dem Festzug, der mit einigen Worten des Dankes durch den stellvertretenden Brudermeister Frings, einer Ansprache des Schirmherrn Willi Sommer und dem Deutschlandlied endete, saß man noch einige Zeit in gemütlicher Runde beisammen, bevor man sich zum bevorstehenden Königsball rüstete. Nachdem sich das große Königsgefolge im Garten des Hauses Höppener versammelt hatte, zog das Offizierscorps mit einer Gemeinschaftsproduktion der Spielmannszüge aus Pattern, Dürboslar und Niedermerz heran und ließ sich gerne noch zu einem kleinen Umtrunk überreden. Vor zahlreichen Schaulustigen schritt das Königspaar Freddy und Edelgard Höppener gefolgt von seinem Gefolge hinaus und führte den Umzug ins Festzelt an, wo für den bevorstehenden Abend bereits alles geschmackvoll hergerichtet worden war. Auch an diesem Abend konnte man sich über mangelnden Besucherandrang nicht beklagen, wozu auch der Besuch einiger Gastbruderschaften beitrug. Durch einige Gratulationen und zwei Einlagen des Radsport-Clubs Noppenberg kam auch hier zu keiner Zeit das Gefühl von Langeweile auf und im Handumdrehen war es kurz vor zwölf: Zeit für den Königswalzer. Nach dem Einmarsch der Offiziere drehte Königin Edelgard zunächst mit König Freddy, später mit einigen Offizieren eine Runde im Walzertakt. Nachdem sich auch das gesamte Gefolge dazugesellt hatte, folgten noch einige Stunden in netter Atmosphäre. Anständig wie es die Patterner Schützenfamilie nun einmal ist, läßt sie ihr Königspaar nach einem solchen Abend natürlich nicht alleine den Heimweg antreten. Musikalisch begleitet vom Paukenschläger Karl Drux machte sich der übrig gebliebene Rest auf den Weg zum Hause Höppener, in dessen Kellerbar man sich noch bis in die frühen Morgenstunden wohl fühlen durfte.

Viel zu schnell waren die schönen Stunden vergangen, als man sich am Montagmorgen zum Dankgottesdienst in der St. Matthäus-Kapelle traf. Nach der heiligen Messe folgte wie gewohnt der traditionelle Familienfrühschoppen, dessen musikalische Untermalung wieder das Duo "Slapstick" übernommen hatte. Während die Offiziere diese Veranstaltung ohne musikalische Begleitung aufgesucht hatten, boten die Schützendamen an diesem Morgen einen Auftritt der besonderen Art. Einheitlich gekleidet marschierten sie in das Zelt ein und untermauerten auch während des gesamten Tages die Aufschrift ihres T-Shirts: "Gemeinsam sind wir stark". Nach der Begrüßung mehr oder minder prominenter Gäste durch Schützenbruder Klaus Ullrich und der Bekanntgabe der Geldvogelgewinner dauerte der Frühschoppen wie nicht anders zu erwarten wieder einmal bis in die frühen Abendstunden. Zuvor jedoch durfte auch die Kür eines neuen Maikönigspaares nicht fehlen. Mit einem Abschiedswalzer nahm man Abschied von Franz-Josef und Heidi Knipprath, denen auch ein herzliches Dankeschön für ihre Mühen und ihren Einsatz gebührte. Mit Spannung erwartete man schließlich die Bekanntgabe des neuen Maikönigspaares. Großen Beifall gab es, als Manfred und Brunhilde Suchowski hierfür auserkoren wurden, nachdem sie nicht zuletzt durch die große Euphorie ihrer Tochter Anna an unsere Bruderschaft herangeführt worden waren.

Damit ging wieder einmal ein wunderschönes Schützenfest zu Ende. Am nächsten Morgen traf man sich zum Abschmücken und alle Beteiligten waren sich einig, dass man ein Schützenfest wie aus dem Bilderbuch hatte erleben dürfen. So war es nur verständlich, wenn sich trotz der strapaziösen Tage auch ein wenig Wehmut in die Stimmung aller einmischte.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im "Haus Pattern" machte man sich an die Restarbeiten und bereits am späten Nachmittag waren alle Spuren des zurückliegenden Schützenfestes beseitigt. Noch einmal traf man sich am Abend zum endgültigen Abschluss auf der Terrasse des Maikönigspaares Suchowski. Nach anfänglicher Zurückhaltung hielt jedoch auch hier bald wieder ausgelassene Stimmung Einzug, was durch tief fliegende Flaschen eines ortsbekannten und beliebten Kräuterlikörs unter Beweis gestellt wurde.

Nach diesem erlebnisreichen Abschluss gönnte sich unsere Bruderschaft eine fast zweiwöchige Pause und trat erst beim Festzug in Schleiden am 27. Mai wieder öffentlich in Erscheinung. Mit dem Besuch der Schützenwallfahrt in Ralshoven endete der Monat Mai.

Juni

Am 10. Juni war das Offizierscorps sowohl beim Festzug wie auch beim Königsball des Schützenfestes in Neu-Lohn mit von der Partie und begleitete am darauf folgenden Donnerstag das Allerheiligste bei der Fronleichnamsprozession durch die Niedermerzer Straßen.

Ein Auftritt über die Grenzen des Altkreises Jülich hinaus wurde am 16. Juni absolviert, als unser Offizier Jürgen Frings in der Pfarrkirche zu Binsfeld seiner Braut Angela das Ja-Wort gab. Nachdem man während der Trauung im Altarraum der Kirche St. Gertrudis Aufstellung genommen hatte, lud das Brautpaar noch zu einem Umtrunk ein, bei dem man freundschaftliche Bande zum dortigen Pfarrer knüpfte.

Der 17. Juni stand mit der Teilnahme am großen Festzug und dem Königsball ganz im Zeichen des Aldenhovener Schützenfestes.

Juli

Mit dem Schützenfest in Dürboslar am 1. Juli endete das erste Halbjahr für unsere Bruderschaft, für die nun eine sechswöchige Sommerpause begann.

August

Erst am 10. August trat man dann wieder öffentlich in Erscheinung, als man den Festkommers der Kirchberger Sakramentsbruderschaft besuchte, die in diesem Jahr Ausrichter des Bezirksbundesfestes des Bezirksverbandes Jülich war. Eine Woche später fand das eigentliche Fest statt, bei dem man freitags beim Großen Zapfenstreich sowie sonntags beim Festzug zahlreich vertreten war.

Das Wort Kameradschaftspflege wurde am 25. August groß geschrieben, als das aus Walter Kück, Walter Fiedler und Hans Rennett bestehende Ausflugskomitee zum diesjährigen Offiziersausflug geladen hatten. An einem hochsommerlich heißen Samstagmittag traf man sich im "Haus Pattern", um mit Traktor und Wagen zu einer Fahrt rund um den Blausteinsee zu starten. Nach einem kleinen Picknick in Dürwiß verschaffte man sich die erforderliche innere Abkühlung mit einem Besuch des Biergartens im Fronhovener Gasthof Rinkens. Ein eigens organisiertes Schützen-Quiz mit attraktiven Preisen sorgte hierbei für gute Unterhaltung. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen in der Gaststätte unseres Schirmherrn Willi Sommer, woraufhin man noch bis in die späten Abendstunden unter freiem Himmel gemütlich zusammensaß.

September

Weiter im Terminkalender ging es am 2. September mit dem Besuch des Patroziniums in Niedermerz, am 7. September mit der Messfeier zum Fest des heiligen Matthäus in unserer Kapelle sowie am 9. September mit dem Besuch der Schlussoktavfeier in Aldenhoven.

Eine äußerst freudige Nachricht erhielt man währenddessen am 8. September aus Emmerich. Hier hatte unser ehemaliger Schülerprinz und derzeitiger Bezirksschülerprinz Sascha Kück es mit 30 von 30 möglichen Ringen geschafft, die hohe Würde des Bundesschülerprinzen zu erlangen. Ziemlich unvorbereitet auf diese Erfolgsmeldung versäumte es die Bruderschaft zunächst, hier entsprechend zu reagieren.

Am folgenden Wochenende vom 14. bis 16. September hatten die vier Neu-Patterner Ortsvereine zum Patronatsfest in und um das "Haus Pattern" geladen. Anstelle des Pärchenschießens hatte man diesmal einen Dart-Wettbewerb vorbereitet, der freitagabends sowie samstagmorgens durchgeführt wurde. Nach einem ziemlich heftigen, inzwischen jedoch schon traditionellen sogenannten "Peter-Jansen-Gedächtnisfrühschoppen" traf man sich am Abend zur Dorf- und Patronatsfete im "Haus Pattern", wo auch die Siegerehrung des Pärchenschießens durchgeführt wurde. Der Spielmannszug "Blau-Weiß" nutzte diesen Anlass, einige Jubilare und verdiente Mitglieder aus ihren Reihen zu ehren.

Sonntagmorgens traf man sich wie gewohnt zum gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes zu Niedermerz. Als Ironie des Schicksals kann es wohl bezeichnet werden, dass Geschäftsführer Jürgen Berg ausgerechnet zu dem Zeitpunkt das Gotteshaus betrat, als Pfarrer Maqua in seiner Predigt das Gleichnis vom verlorenen Schaf deutete.

Nach der Messfeier versammelte man sich am Ehrenmal in Neu-Pattern, wo durch Brudermeister Freddy Höppener ein Kranz im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in Amerika niedergelegt wurde. Während im "Haus Pattern" ein ausgiebiger Frühschoppen seinen Lauf nahm, wurde draußen für den Zeitvertreib der Kinder bestens gesorgt und sich um das leibliche Wohl gekümmert. Nach einem von Hans Cosslar vorgeführten Film über das Vereinsleben in Alt-Pattern begann die Cafeteria an die sich noch einige schöne Stunden bis in den späten Abend anschlossen. Abgesehen von dem Besuch erstaunlich vieler Alt-Patterner Bürger an diesem Sonntag konnte man feststellen, dass das Patronatsfest immer mehr zu einem Treffen der Vereinsmitglieder wird und von der Bevölkerung nur geringfügig angenommen wird. Dennoch waren gerade in diesem Jahr die Atmosphäre und der Umgang untereinander als sehr positiv zu bewerten.

Die drei folgenden Sonntage bescherten der Bruderschaft ebenfalls wieder Ausgänge und zwar zum Schützenfest nach Freialdenhoven, zur Herbstkirmes in Niedermerz sowie zum Erntedankfest in den Weiler Langweiler.

Oktober

Am 20. Oktober schließlich hatten die Schützenfrauen zu einem Familientag in das "Haus Pattern" geladen. Mit Kind und Kegel versammelte sich eine große Schützenfamilie bei einem guten Essen und kühlen Getränken und konnte es sich für einige Stunden bei guter Stimmung gut gehen lassen.

November

Wahre Menschenmassen zog es am 9. November wieder nach Neu-Pattern, als der durch den Martinsausschuss der Bruderschaft organisierte Martinsumzug durch den Ort bevorstand. Nach dem Martinsspiel auf dem Kapellenvorplatz, bei dem Walter Fiedler als Mitleid erregender Bettler agierte, zogen wieder um die 380 Kinder teilweise mit Eltern und Großeltern durch die Straßen zum Martinsfeuer. Entsprechend viel Arbeit kam im Anschluss auf den durch Matthias Jansen verkörperten St. Martin bei der Bescherung der Kinder zu. Entsprechend des großen Aufwandes gönnten sich Organisatoren, Freunde und Helfer auch nach dieser Veranstaltung noch ein paar gesellige Stunden.

Mit der Kranzniederlegung durch Ortsvorsteher Herbert Jansen am Volkstrauertag ging es weiter im Programm der Bruderschaft.

Mit einer Vielzahl von Offizieren besuchte man am 23. November die Herbstdeligiertenversammlung in Freialdenhoven. Vor der Zusammenkunft im Schützenheim, bei der Brudermeister Höppener die Anwesenden erstmals über das Bezirksbundesfest 2002 informierte, besuchte man die heilige Messe, in der Sascha Kück auch noch zum Bezirksschülerprinzen gekürt wurde.

Dezember

Nachdem sich seit über einem Jahr an fast jedem Mittwochabend und Samstagmorgen einige Schützenbrüder getroffen hatten, war es nun so weit: Der neue Schießstand im Kellerbereich des Sportzentrums am Merzbach war fertig gestellt. Am 7. Dezember versammelten sich die Schützenbrüder aus Pattern und Aldenhoven sowie Vertreter aus Rat und Verwaltung, um der Einweihung der Anlage durch Pfarrer Maqua und Dechant Müsers beizuwohnen. Mit berechtigtem Stolz waren sich alle Anwesenden einig, dass hier eine zweckmäßige und gelungene neue Heimat für die Schießsportabteilungen beider Bruderschaften geschaffen wurde.

Nach dem gelungenen Freundschaftstreffen zwischen unserer und der Neu-Lohner Bruderschaft im Vorjahr hatten die St. Sebastianus-St. Josef-Schützen für den 28. Dezember zu einem Kameradschaftsabend in ihrer Grillhütte eingeladen. Mit einer stattlichen Anzahl von Offizieren folgte man dieser Einladung und erlebte bei fürsorglicher Beköstigung und ein paar auflockernden Wettbewerben einige nette Stunden, in denen man Erfahrungen austauschte und sich auch persönlich etwas mehr kennenlernte.

Januar

Gleich nach dem Jahreswechsel ging es im Programm für unsere Bruderschaft mit dem "Gemütlichen Abend" weiter. Merklich weniger Gäste als in zurückliegenden Jahren fanden am 5. Januar den Weg in das "Haus Pattern", was jedoch der Stimmung keinen Abbruch tat. Nachdenklich stimmende wie auch unterhaltsame Beiträge wurden im Laufe des Abends durch unsere Jungschützenabteilung wie auch durch die Frauengemeinschaft geliefert. Als neuer Schirmherr für das Jubiläumsjahr wurde unser Präses, Herr Pfarrer Wilhelm Maqua, der großen Schützenfamilie offiziell vorgestellt. Wegen einer Erkrankung konnte der Schirmherr des Vorjahres, Willi Sommer, leider an diesem Abend nicht offiziell verabschiedet werden.

Da unserer Bruderschaft im Oktober kein Schießstand zur Verfügung stand, konnten seinerzeit die Vereinsmeisterschaften nicht durchgeführt werden. Daher hatten die Schießleiter am 25. und 27. Januar zur Durchführung dieses Wettbewerbs in die neuen Räumlichkeiten eingeladen. Neben dem Schießen kamen auch hier weder Kameradschaftspflege noch Diskussionsfreude zu kurz.

Damit endet der Veranstaltungsreigen im zurückliegenden Schützenjahr, das durch die vielen Termine und den Ausbau des Schießstandes sicher eines der arbeitsreichsten Jahre war. Nicht zu vergessen sind auch die Pflegearbeiten um "Haus Pattern" und Matthäus-Kapelle sowie die eher im Verborgenen geleistete Arbeit, die durch die Jahreshauptversammlung, zwei Offiziersversammlungen, elf Vorstandsversammlungen und mehreren Schießleiter- und Ausschussversammlungen auf den Weg gebracht wurde.

Dafür gilt allen ein von Herzen kommender Dank! Verbunden mit diesem Dank ist aber auch der Aufruf zur tatkräftigen Beteiligung an den Vorbereitungen und der Organisation des nun in greifbare Nähe rückenden Bezirksbundesfestes, das wir an den Tagen vom 26. bis 28. April in Verbindung mit unserem 75-jährigen Bestehen feiern werden. Sicherlich steht uns damit die größte organisatorische Herausforderung der derzeitigen Generation unserer Bruderschaft bevor, zu der jeder einzelne von uns gehört und seinen Beitrag leisten sollte.

Dankeschön!